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Der Designer Frank Oelke, geboren am 5.2.1943 (†23.8.2009) in Dresden, lebte und arbeitete hauptsächlich in Freiburg und in München.
Nach einer klassischen Schreinerlehre führte ihn seine "kreative Unruhe" Ende der 60er Jahre ins Ausland. Er sammelte Erfahrungen in Schweden, beim Innenausbau teurer Hochseejachten, in Südafrika richtete er First Class Hotels ein. Über Amerika zog es ihn permanent nach Deutschland zurück.

Gegen die "cheap-is-beautiful-Welle" der 70er Jahre in Deutschland setzte er seine eigenen Design-Ideen mit außergewöhnlichen, zeitlosen Formen, unter Verwendung von luxuriösen Materialien und erstklassiger, aufwendiger Verarbeitung. Dies erforderte zusätzlich eins: Sehr viel Handarbeit. Oft fertigt er keine differenzierten Skizzen an: "Das formt sich selbst, wenn ich daran arbeite".

Zuerst hauptsächlich als Innenarchitekt tätig verschob sich in späteren Jahren sein Werken immer mehr in Richtung
Möbel Design. Die Inspiration für seine Möbel-Kollektion "Anatomie" lieferte das Lippensofa des spanischen Surrealisten Salvador Dali. Zu dieser Kollektion gehören unter anderen der Ohren-Sessel "Audio", dessen ausladender Konstruktion zu verschiedenen Sitzvarianten einlädt, die Stereoanlage inklusive Lautsprecher ist integriert.
Die Toilette "Clo" hat die Form einer Hand. Das Papier rollt dezent aus dem Daumen, ein Zug am kleinen Finger setzt die Spülung in Gang.
Das Bett "Pedus" nimmt am Fußende die Form zweier Füße mit über-dimensionierten Fußzehen an. Im ursprünglichen Design war das Doppelbett vergoldet.
Auf Messen, Ausstellungen und auch im Fernsehen, z.B. bei Thomas Gottschalks "Na Sowas" oder im Sportstudio wurden seine Stücke gezeigt.

In späteren Jahren fokussierte er seine kreative Energie auf Stühle, die durch ihre ausgeklügelte Materialwahl und Form zu "Schwingern" werden.
Den runden Formen der gebogenen Edelstahlrohre verdankt diese Serie den Namen "Looping".
Zu dieser Serie gehört dass komplett aus Edelstahl gefertigte Sitzobjekt "Looping Steel" dessen Rückenlehne aus einem gerolltem Edelstahl-Element besteht. Runde Formen, wie Bälle oder Rollen in kräftigen Farben, markieren die weiteren Modelle dieser Kollektion.

In der nachfolgend entstandenen Barhocker Reihe bestimmt der Bezug zur Umgebung in dem das Möbel sich befindet das Aussehen des Selben. Eine Kaffeebohne als Sitzfläche des "Espresso", den "Korkenzieher" formt ein Leder bezogener Sitz mit einer gedrehten Unterkonstruktion und auch Körperformen tauchen wieder auf: eine "Zunge" als Sitzfläche mit einer Lehne in Form von Lippen.
Oft beschrieb Oelke seine Objekt so: "Kunst, die man bewohnen kann"

Alle seine Arbeiten wurden ausschließlich als Unikate oder in streng limitierter Auflage verkauft.
Thomas Gottschalk sitz auf Clo
Frank Oelke zwischen den großen Zehen des Bettes Pedus
Thomas Gottschalt sitzt auf dem Fuß-Divan
Frank Oelke mit Pedus Außenaufnahme
Red Looping im Sportstudio
Frank Oelke am Kopfende des Pedus
Thomas Gottschalk sitz auf Clo
FrankOelke mit dem Tennis Stuhl